Die Symrise AG hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz gesteigert und die Profitabilität auf hohem Niveau gehalten. Der Konzern erhöhte den Umsatz trotz hoher Vergleichswerte währungsbereinigt um rund 3 % und profitierte dabei vom Geschäft mit Großkunden und in Schwellenländern. Allerdings trübte sich das Marktumfeld im zweiten Quartal in einigen Bereichen und Regionen ein. Die Ertragslage wurde von hohen Rohstoffkosten und negativen Wechselkurseffekten beeinflusst. Dennoch erreichte Symrise eine EBITDA-Marge von 20%. Konsequentes Kostenmanagement und die bewusste Trennung von weniger profitablen Geschäften trug maßgeblich dazu bei.
» Presse-Präsentation 2. Quartal 2011
Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG, sagte: „Nach den enormen Nachholeffekten im Vorjahr und einem guten ersten Quartal hat sich das Marktwachstum in den letzten Monaten verlangsamt. Während das Aromengeschäft weiterhin steigende Umsätze verzeichnete, schwächte sich die Nachfrage im Bereich Duftstoffe ab. Symrise bleibt dennoch auf Halbjahressicht auf Wachstumskurs. Unsere EBITDA-Marge hat mit 20 % die Zielmarke erreicht. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Rohstoffpreise und ungünstiger Wechselkurseffekte halten wir dies für ein achtbares Resultat.“
Bertram erklärte weiter: „Unsere Aussage aus dem ersten Quartal, dass das Konsumverhalten durch Unsicherheiten in den globalen Märkten belastet wird, bleibt weiterhin gültig. Trotz derzeit eher verhaltener Aussichten streben wir im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von rund 3 % und eine EBITDA-Marge von 20 % an. Mittelfristig bleiben die fundamentalen Treiber unseres Geschäfts intakt. Wir werden deshalb unsere Strategie mit dem Fokus auf Innovation, Schwellenländer und Großkunden konsequent vorantreiben.“
Weiterhin überdurchschnittliches Wachstum in Schwellenländern
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erhöhte Symrise den Konzernumsatz um rund 2 % auf 811,8 Mio. € (Vorjahr: 797,5 Mio. €). Währungsbereinigt betrug das Umsatzplus 2,6 %. Wachstumsstärkste Region war Asien/Pazifik vor Lateinamerika und EAME. Die Schwellenländer knüpften im Berichtszeitraum nicht an die außerordentlich hohen Vorjahreswachstumsraten an, legten jedoch weiterhin überdurchschnittlich zu. Die Emerging Markets steigerten den Umsatz insgesamt um 4 % und trugen 46 % zum Gesamtumsatz bei.
Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein Umsatzplus von 5 % (währungsbereinigt 4 %). Beide Divisionen profitierten hier von anhaltend hoher Nachfrage. Lateinamerika, das im Vorjahreszeitraum besonders stark gewachsen war, setzte die positive Entwicklung in moderaterem Tempo fort. Die Region erhöhte den Umsatz um 4 % (währungsbereinigt 4 %). In der Region EAME nahmen die Erlöse um 3 % (währungsbereinigt 3 %) zu, wozu insbesondere ein guter Geschäftsverlauf in Westeuropa beitrug. In Nordamerika ging der Umsatz im Vergleich zu den starken Vorjahreswerten um 7 % zurück. Neben der verhaltenen Konjunkturentwicklung wirkten sich hier in erheblichem Umfang Wechselkurseffekte aus. Währungsbereinigt betrug der Umsatzrückgang 2 %.
Beide Geschäftsbereiche bauen Großkundengeschäft aus
Der strategische Fokus auf das Geschäft mit international tätigen Lebensmittel- und Konsumgüterherstellern zahlte sich im ersten Halbjahr erneut aus. Beide Geschäftsbereiche profitierten von ihren guten Core List Positionen und wuchsen im Geschäft mit ihren Top 10-Kunden mit 6,5 % (Flavor & Nutrition) und 3,4 % (Scent & Care) schneller als der Konzerndurchschnitt. Symrise erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten rund 30 % des Gesamtumsatzes mit seinen größten Kunden.
Hohe Profitabilität trotz Belastungen aus Rohstoffkosten und Wechselkurseffekten
Die Ertragslage von Symrise wurde im ersten Halbjahr vor allem von den anhaltend hohen Rohstoffkosten und von Wechselkurseffekten beeinflusst. Erste Preiserhöhungen wirkten diesen belastenden Einflussfaktoren entgegen. Die EBITDA-Marge von Symrise erreichte dennoch die Zielmarke von 20 % (Vorjahr: 22,3 %). Konsequentes Kostenmanagement und der Fokus auf margenstarkes Geschäft trugen maßgeblich dazu bei, dass die Profitabilität auf diesem hohen Niveau gehalten werden konnte. In absoluten Zahlen ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 8,6 % auf 162,5 Mio. € zurück (Vorjahr: 177,7 Mio. €).
Der Periodenüberschuss betrug 77,4 Mio. € (Vorjahr: 88,8 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,65 € (Vorjahr: 0,75 €).
Strategische Rohstoffbestände erhöhen Planungssicherheit
Im ersten Halbjahr 2011 hat Symrise temporäre Rohstoffbestände aufgebaut, um Preissteigerungen und knappen Verfügbarkeiten bei einigen Rohmaterialien entgegenzuwirken. Der Konzern geht davon aus, dass dieser Bestandsaufbau die Planungssicherheit für das zweite Halbjahr deutlich erhöht. Trotz des damit verbundenen Aufbaus von Working Capital erwirtschaftete Symrise im ersten Halbjahr einen positiven operativen Cashflow von 34 Mio. € (Vorjahr: 74,7 Mio. €).
Die Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) des Konzerns belief sich zum 30. Juni 2011 auf 798,8 Mio. € (31. Dezember 2010: 733,7 Mio. €). Das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsrückstellungen) zu EBITDA lag zum Ende der Berichtsperiode bei 2,5 (31. Dezember 2010: 2,2).
Scent & Care
Scent & Care erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Umsatz von 409,5 Mio. € (Vorjahr: 411,9 Mio. €). Im Vergleich zu dem von starken Nachholeffekten geprägten Vorjahreszeitraum und trotz der Trennung von weniger profitablen Geschäften hielt der Geschäftsbereich den Umsatz damit weitgehend stabil, währungsbereinigt erreichte er ein leichtes Plus von 0,3 %.
Die Anwendungsbereiche Life Essentials und Aroma Molecules entwickelten sich dabei weiterhin erfreulich, unter anderem im Bereich kosmetische Inhaltsstoffe. Eine zweistellige Wachstumsrate erreichte Scent & Care im Mentholgeschäft, in dem der Konzern die Produktionskapazitäten derzeit mit erheblichen Investitionen weiter ausbaut. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances entwickelte sich die Nachfrage in den Emerging Markets positiv.
Lateinamerika blieb für Scent & Care mit einem Umsatzplus von währungsbereinigt 5 % die wachstumsstärkste Region. In Asien/Pazifik und in Nordamerika legten die Erlöse jeweils um währungsbereinigt 1 % zu. Der Umsatz in der Region EAME ging im Vergleich zu den außerordentlich hohen Vorjahreswerten währungsbereinigt um 2 % zurück.
Der Geschäftsbereich erzielte im ersten Halbjahr ein EBITDA von 76,9 Mio. € (2010: 85,5 Mio. €). Die EBITDA-Marge belief sich auf 18,8 % (Vorjahr: 20,7 %).
Flavor & Nutrition
Flavor & Nutrition blieb im ersten Halbjahr 2011 auf Wachstumskurs und steigerte den Umsatz um 4 % auf 402,3 Mio. € (Vorjahr: 385,6 Mio. €). Währungsbereinigt entspricht dies einer Erhöhung um 5 %.
Das höchste Umsatzplus erzielte Flavor & Nutrition mit währungsbereinigt 8 % in der Region EAME. Hier profitierte Symrise von hoher Nachfrage aus allen Ländermärkten. Erfreulich entwickelten sich vor allem Getränkeanwendungen und der noch junge Anwendungsbereich Consumer Health. Zweitstärkste Region war Asien/Pazifik mit einem Umsatzanstieg von währungsbereinigt 7 %. In Lateinamerika wuchs Flavor & Nutrition trotz hoher Vorjahreswerte währungsbereinigt um 3 %. Ein schwieriges konjunkturelles Umfeld und Verzögerungen in der Auftragsvergabe auf Kundenseite führten in der Region Nordamerika zu einem Rückgang des Umsatzes um währungsbereinigt 6 %.
Das EBITDA belief sich auf 85,6 Mio. € (Vorjahr: 92,2 Mio. €). Mit einer EBITDA-Marge von 21,3 % (Vorjahr: 23,9 %) hielt der Geschäftsbereich die Profitabilität auf hohem Niveau.
Ausblick: Symrise strebt weiterhin EBITDA-Marge von rund 20 % an
Nach einem verhalteneren Geschäftsverlauf im zweiten Quartal erwartet Symrise, dass die Entwicklung in den kommenden Monaten weiterhin durch makroökonomische Unsicherheiten wie die Schuldenkrise in Europa und den USA sowie inflationäre Tendenzen und steigende Zinsen in den Schwellenländern beeinflusst wird. Damit kann es zu höherer Volatilität in der Nachfrage kommen.
Symrise strebt dennoch im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum von rund 3 % an. Hierzu soll vor allem das stabile Wachstum im Geschäftsbereich Flavor & Nutrition beitragen, während der Konzern für das eher zyklische Geschäft im Bereich Scent & Care in 2011 auch aufgrund des bewussten Verzichts auf weniger profitables Geschäft kein nennenswertes Wachstum erwartet.
Symrise will auch weiterhin dauerhaft zu den profitabelsten Unternehmen der Branche zählen und strebt für das laufende Geschäftsjahr eine EBITDA-Marge von rund 20% an. Dabei rechnet der Konzern im zweiten Halbjahr mit anhaltend hohen Rohstoffpreisen und volatilen Wechselkursen. Bereits vereinbarte Preiserhöhungen und konsequente Kostendisziplin sollen dazu beitragen, dass Symrise seine Ziele für das Gesamtjahr erreicht.

Über Symrise
Symrise ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen sowie kosmetischen Grund- und Wirkstoffen für die Parfümerie-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie.
Mit einem Umsatz von € 1,57 Mrd. im Geschäftsjahr 2010 gehört das Unternehmen zu den Top 4 im globalen Markt der Düfte und Aromen. Das Unternehmen mit Sitz in Holzminden ist in mehr als 35 Ländern in Europa, Asien, den USA sowie in Südamerika vertreten.
Unsere innovativen Produkte werden von Parfum-, Kosmetik- und Nahrungsmittelherstellern eingesetzt und sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Dabei kombinieren wir das Wissen um Verbrauchertrends mit zukunftsweisenden Technologien und haben uns auf die Entwicklung von innovativen Trend- und Lifestyle-Produkten mit einem konkreten Zusatznutzen für den Verbraucher fokussiert. Symrise – always inspiring more…
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