v.l.n.r.: Dr. Johannes Panten (Symrise), Dr. Torsten Kulke (Symrise), Professor Arnaud Aubert (SAB), Professor Hanns Hatt (SAB), Béatrice Favre-Bulle (Symrise), Dr. Patrice Bellon
Die Symrise AG hat ein wissenschaftliches Beratungsgremium für zwei weitere Anwendungsgebiete gegründet: das Scientific Advisory Board Fragrances und Oral Care. International renommierte Wissenschaftler werden Symrise zukünftig dabei unterstützen, neueste Erkenntnisse für innovative Düfte und Zahnpflegeprodukte zu nutzen.
Das neue Scientific Advisory Board für Fragrances und Oral Care baut konsequent auf der Symrise Strategie auf, sich in Hauptgeschäftsfeldern systematisch und strukturiert von international renommierten Wissenschaftlern beraten zu lassen. Diese werden zukünftig die Symrise Forscher dabei unterstützen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnellstmöglich in konkrete Produkte umzusetzen.
Dr. Torsten Kulke, Vice President Global Innovation Fragrances und Oral Care, kommentiert: „Mit der Gründung des wissenschaftlichen Beirates setzt Symrise weiter auf Open Innovation und verfolgt drei Ziele: Erstens wollen wir in der Zusammenarbeit mit externen Experten Ideen für neue Wertschöpfungsansätze generieren. Zweitens können wir mit dem Gremium frühzeitig relevante technologische Entwicklungen identifizieren und damit zukünftige Produktpotenziale erschließen. Und drittes erreichen wir durch die sich ergänzenden Kompetenzen des Beirates, dass wir zeitnah auf verschiedene globale Impulse in unterschiedlichen Forschungsbereichen eingehen können.“
Auch in anderen Unternehmensbereichen setzt Symrise bereits erfolgreich auf ein offenes Innovationsnetzwerk und den Austausch mit internationalen Experten: Die Business Unit Life Essentials arbeitet seit längerem mit externen Wissenschaftlern bei der Entwicklung von neuen kosmetischen Inhaltsstoffen zusammen. 2010 wurde ein Scientific Advisory Board für den Unternehmensbereich Flavor & Nutrition gegründet, das sich der Entwicklung von neuen Inhalts-stoffen für Nahrungsergänzungsmittel und von Konzepten für gesündere sowie funktionale Lebensmittel widmet.
Das Scientific Advisory Board (SAB) im Einzelnen
Um die Vielfalt und die Anforderungen unserer Anwendungsgebiete Fragrances und Oral Care abzudecken, umfasst das SAB drei Bereiche:
Der Bereich Sensory & Perception widmet sich der Rezeptorforschung, der Neurophysiologie sowie der Psychologie. Professor Hanns Hatt von der Ruhr Unversität in Bochum und Professor Arnaud Aubert von der Université François Rabelais in Tours in Frankreich bringen hier ihre Expertise ein. Den Bereich Oral Care berät Professor William Wade vom Dental Institute des King’s College in London zu Fragen der Mundhygiene und zeigt hier mögliche Strategien und Chancen auf. Und schließlich beschäftigt sich der Bereich Molecules & Materials mit modernen Synthesemethoden, der Biotechnologie, Polymeren und Trägersystemen. Als Beirat für diesen Bereich konnte Symrise Professor Frank Glorius vom Institut für Organische Chemie der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster gewinnen.
Sensory & Perception
Professor Hanns Hatt vom Institut für Zellphysiologie der Ruhr Universität Bochum berät in Fragen der Rezeptorforschung und Duftwahrnehmung. Professor Hatt eilt der Ruf als internationaler Experte für Zellphysiologie voraus. Seine Forschungsinteressen gelten den Duftrezeptoren. So gelang es ihm, als einem der ersten Wissenschaftler weltweit, den Duftrezeptor OR17-4 aus den entsprechenden Genen zu exprimieren. Weiter widmet er sich den molekularen Mechanismen des Riechens, der Chemorezeption und der Weitergabe von Signalen in trigeminalen Neuronen. Außerdem steht er dem Beirat der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste vor. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er eine Reihe renommierter Preise gewonnen. Darunter befanden sich der Communicator-Preis 2010 und der Robert-Pfleger-Forschungspreis 2010. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit machte er sich als Autor zahlreicher Bücher und fast 200 Publikationen einen Namen.
Professor Arnaud Aubert vom Institut für Neurowissenschaften an der Université François Rabelais in Tours, Frankreich, berät zur menschlichen Reaktion auf Duftreize. Professor Aubert genießt einen Ruf als internationaler Experte für Psychoneuroimmunologie und emotionale Prozesse. Unter anderem forscht er an Verhaltensanalysen, sowie an psychophysiologischen und psychologischen Verfahren. Er gewann den Allan B. Black Award für den „besten Aufsatz des Jahres über Make-up-Technologie“ (J. Cos. Sci. 59, 127-137, 2008) und erhielt 1998 den Preis der IPSEN Stiftung für Neuroimmunoendokrinologie. Darüber hinaus verfasste er über 20 Publikationen.
Oral Care
Professor William Wade vom Dental Institute des King’s College in London im Vereinigten Königreich berät zu Innovationsstrategien & Chancen für den Bereich Oral Care. Die Welt der Wissenschaften kennt ihn als internationalen Fachmann für orale Mikrobiologie. Er forscht in den Bereichen der molekularen mikrobiellen Ökologie, der bakteriellen Systematik, sowie der Entwicklung und Evaluierung von Resistenzmechanismen. Er arbeitet unter anderem auch als “Honorary Consultant Clinical Scientist” für den Guy’s and St Thomas NHS Foundation Trust. Darüber hinaus besitzt er einen Honorarkontrakt als „Senior Research Investigator“ am Forsyth Institute in Boston in den Vereinigten Staaten. Seine wissenschaftlichen Arbeiten umfassen etwa 150 von Fachkollegen begutachtete Beiträge im Bereich der Mikrobiologie der menschlichen Mundhöhle.
Molecules & Materials
Professor Frank Glorius vom Institut für Organische Chemie an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster berät zur Synthese von neuen Wirkstoffen und in grüner Chemie. Als internationaler Experte im Bereich der organischen Chemie beschäftigt sich Professor Glorius mit Organokatalyse, C-H-Aktivierung, heterozyklischer Chemie und metallorganischen Gerüstverbindungen. Er ist Mitglied des “Akademischen Beirats für „Advanced Synthesis & Catalysis“. Als Wissenschaftler hat er eine Reihe von Preisen erhalten, wie den BASF Catalysis Award (2005), den Astra Zeneca Award in Organischer Chemie (2009) und ein Forschungsstipendium des unabhängigen Europäischen Forschungsrats (2010). Außerdem hat er sich als Autor von fast 100 Publikationen auf dem Gebiet der Organischen Chemie einen Namen gemacht.
