Die Zukunft ist rund und grün

Symrise nutzt die Prinzipien der Circular Economy auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Die Kreislaufwirtschaft beruht auf Prinzipien, die wir in verschiedenen Projekten, Produkten und Prozessen bei Symrise umsetzen.

Wir wollen so oft wie es geht auf Kreisläufe setzen, indem wir Rohstoffe möglichst zu 100 % verbrauchen, Reststoffe vermeiden oder Materialien wieder in Prozesse zurückgeben. So können wir verantwortungs voll, nachhaltig und erfolgreich zugleich wirtschaften.

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Welchen Beitrag leisten wir?

Wozu wir uns verpflichten

Wir senken unsere Treibhausgasemissionen.
Wir optimieren unsere Prozesse auf allen Ebenen.
Wir wollen bis 2045 entlang der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null erreichen.

Einer unserer strategischen Hebel: Wir folgen den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft und wenden diese auf unser Rohstoff- und Produktportfolio an.

10,000+

Rohstoffe - größtenteils aus natürlichen Rohstoffen

100%

Verwendung von Rohstoffen, wenn möglich

und mehr…

Wir verwenden auch Nebenprodukte, die sonst entsorgt werden würden

Lassen Sie uns GEMEINSAM Teil der Lösung von morgen sein!

Orangenbaum

So verstehen wir bei Symrise

die Circular Economy


Es gibt viele Definitionen und Ausprägungen der Circular Economy, die auf drei Grundprinzipien basiert: Sie will

  • Abfälle und Umweltverschmutzung beseitigen,
  • nicht erneuerbare Ressourcen in Kreisläufen zirkulieren lassen,
  • und die Natur gleichzeitig regenerieren.

Dazu braucht es eine Transformation des Wirtschaftssystems.

Die Aufgabe für Symrise: Alle Produkte, die wir herstellen, müssen ungeachtet ihres Ursprungs im Idealfall vollständig biologisch abbaubar sein, anschließend weiter „verstoffwechselt“ und nach ihrem Gebrauch sicher in die Natur zurückgeführt werden können. Teil der Circular Economy ist zudem, dass die Energieversorgung von fossilen zu regenerativen Energieträgern umgebaut wird, um ökonomische Aktivitäten vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln.

Die 5 Prinzipien

Symrise nutzt die Prinzipien der Circular Economy auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Die Kreislaufwirtschaft beinhaltet dabei fünf wichtige Bestandteile, die wir anhand verschiedener Projekte, Produkte und Prozesse bei Symrise zeigen können.

Pinienzweige

Weltweit beste Praxis

Vom Allgemeinen ins Konkrete:
Die Beispiele aus dem Symrise Konzern

Symtrap®

Hunderte Aromen und Duftstoffe hat Symrise mittlerweile mithilfe des Symtrap® Verfahrens hergestellt, das das Unternehmen selbst entwickelt und patentiert hat. Das Besondere daran: Die Technologie verwertet Seitenströme, die ansonsten nicht weiterverwendet würden. Symtrap® nutzt dafür die sogenannten Wasserphasen, die zum Beispiel bei einer Destillation übrigbleiben.

Dieses Wasser beinhaltet immer noch viele Duft- oder Aromamoleküle, die durch ein komplexes Verfahren gewonnen werden. Die Flüssigkeit durchläuft zunächst eine Adsorbersäule, wobei spezifische Temperaturen oder Drücke eingehalten werden. Die Moleküle bleiben dabei in der Anlage hängen und werden anschließend mit einem lebensmittelkonformen und natürlichen Extraktionsmittel wieder herausgelöst. So entsteht ein neues Produkt, das sich im Geruchsprofil etwa von den ätherischen Ölen unterscheidet und sich deswegen als exklusives zusätzliches Material eignet.

Neben der Nutzung der Seitenströme sorgt Symtrap® auch dadurch für mehr Nachhaltigkeit, weil es die Geräte zum Teil auch dort installiert, wo die Wasserphasen entstehen. Der Vorteil ist, dass die großen Mengen Flüssigkeit nicht mehr rund um die Welt transportiert werden müssen – das spart Emissionen und reduziert die Kosten.

     

Vanille

Als einziges Unternehmen in der Branche ist Symrise direkt am Ursprung der Vanille auf Madagaskar ständig präsent. Wir schaffen dort in der SAVA-Region, aus der 80 % der weltweit angebauten Vanille stammen, nachhaltige Werte für unsere Partner in der Wertschöpfungskette.

Dafür sind wir direkte Partnerschaften mit über 7.000 Vanillebauern in 84 Dörfern eingegangen, was Symrise und seinen Kunden eine hochqualitative, rückverfolgbare und sichere Vanille-Versorgung bringt. Gleichzeitig haben die Bauern und ihre Familien – über 34.000 Menschen – ein fair bezahltes und sicheres Einkommen.

Außerdem profitiert die Natur davon, dass wir durch Wiederaufforstungsprogramme, landwirtschaftliche Diversifizierung und Training für Landwirte in nachhaltigen Anbaumethoden eine nachhaltige Landwirtschaft eingeführt haben, die auch für eine Regeneration der Ressourcen sorgt.

     

Ingwer

Bei der Aufreinigung von natürlichen Rohstoffen bleiben oft wertvolle Materialien übrig. Die Forscher und Entwickler von Symrise suchen daher nach Lösungen, diese zu verwerten.

Ein Beispiel dafür sind die Wasserphasen, die bei der Produktion ätherischer Öle entstehen und immer noch duftende Stoffe beinhalten. Die Symrise Experten haben etwa beim Ingwer aus Madagaskar, der zu 100 % nachverfolgbar und biozertifiziert ist, eine Lösung gefunden. Sie setzen als „grünes“ Lösungsmittel ein überkritisches Kohlenstoffdioxid ein, das wie ein Gas durch Feststoffe fließen und Materialien wie eine Flüssigkeit auflösen kann. Damit extrahiert Symrise aus der Ingwerwurzel zwei Produkte: den Wirkstoff SymVital® Mada, der kosmetische Eigenschaften hat, und einen Extrakt mit einem starken Ingwergeruch, der wie ein essenzielles Öl eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus enthält die nach der Extraktion entstehende Biomasse Fasern aus den Wurzeln, die ebenfalls weiter für Kosmetikanwendungen verwendet werden können. Gleichzeitig können die Bauern, die in Madagaskar vor allem Vanille angebaut haben, durch den sehr werthaltigen Ingwer ihre Arbeit und damit auch ihr Einkommen diversifizieren. Und nicht zuletzt können sich auch die Böden durch einen vielseitigen Anbau leichter regenerieren.

     

Patschuli

In Indonesien wird ein Großteil des Patschulis angebaut, das einer der entscheidenden Rohstoffe für die Parfümindustrie. Qualitativ hochwertiges Öl findet sich in vielen Duftmischungen. Allerdings funktioniert die Landwirtschaft dort nicht nachhaltig genug.

Symrise hat deswegen gemeinsam mit dem Zulieferer Van Aroma auf der Insel Sulawesi ein Projekt begründet, das den umweltschonenden Patschuli-Anbau und die sichere Versorgung für die Zukunft gewährleistet. Gleichzeitig verbessert es die Lebensbedingungen der Bauern.

Zu dem Projekt gehört unter anderem, die Böden fruchtbar zu halten, indem aus den Resten der Patschuli-Ernte und anderen Pflanzabfällen mit Bio-Dekompostierern Kompost hergestellt wird. Außerdem wurde eine Patschuli-Sorte identifiziert, die möglichst resistent ist. Passende Setzlinge hat Symrise dann zu Hundertausenden kostenlos an die Bauern weitergegeben.

Nelke

Symrise kauft Nelkenöle, die weltweit in Speisen aber auch in Mundpflegeanwendungen eingesetzt werden, vor allem in Indonesien auf der Insel Sulawesi. Wir haben die Lieferkette dazu eng mit den Farmern und dem Zulieferer Van Aroma vernetzt.

Gemeinsam wurde ein Prozess entwickelt, der den Anbau ressourcenschonender gestaltet. Das Projekt will die Bauern in die Lage versetzen, dass sie stetig Geld verdienen können, die natürlichen Rohstoffe nachhaltig wachsen und wir gleichzeitig eine sichere Rohstoffquelle haben.

Dazu haben wir zum Beispiel Trainings für die Communitys der Landwirte angeboten und in die technische Ausbildung der Menschen investiert, damit diese mit eigenen Destillationen die Nelken, aber auch viele andere Produkte weiterverarbeiten können.

Kompost

Weltweit kompostiert Symrise an den verschiedenen Standorten organische Materialien. So konnten in Deutschland am Hauptsitz in Holzminden und in Braunschweig, in Europa außerdem in Frankreich, Ungarn und Spanien, in Südamerika in Brasilien, Kolumbien, Costa Rica und Ecuador sowie in Australien, in den USA und in Thailand insgesamt in den Jahren 2021 und 2022 zwischen 2.500 und 3.000 Tonnen betriebliche Abfälle und Reststoffe kompostiert werden.

Außerdem wurden im selben Zeitraum zwischen 2.300 und 3.000 Tonnen Abfälle in Deutschland, Frankreich, Australien, Ungarn, Südafrika und den USA in eine Biogasanlage gegeben.

Huhn

Für die Division Pet Food und die Business Unit Food & Beverage Naturals stehen die Circular Economy und das Upcycling im Mittelpunkt ihres Geschäftsmodells. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Hühnernebenprodukten. Teile von Hühnern, die in der Lebensmittelproduktion übrigbleiben, werden lokal beschafft und mit verschiedenen Kochtechnologien, Extraktion, Hydrolyse und Trocknung zu wertvollen Zutaten verarbeitet. Daraus entstehen Aromen, Brühen, Pulver und gereinigte Fette, die Tausende von Lebensmitteln und Heimtieranwendungen anreichern, für das gewünschte Mundgefühl oder auch den Geschmack von Fleisch und Umami sorgen.

Die Technologien und auch die Rohstoffextraktion werden ständig optimiert, um den besten Hühnergeschmack zu erhalten und die geeignetsten Wirkstoffe aus der Natur auszuwählen. Das Segment Taste, Nutrition & Health hat darüberhinaus viele weitere Nebenströme identifiziert. Die Forscher untersuchen sie auf ihre chemischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften und überprüfen sie darauf, ob sie für ein Upcycling in Frage kommen. Die Endprodukte werden anschließend nicht nur in der Lebens- oder Futtermittelbranche verwendet, einige eignen sich auch für die Entwicklung von Aromen oder werden im Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients eingesetzt.

Schwefelsäure

Im Werk in Jacksonville in Florida hat Symrise als erstes Unternehmen in der Duft und Aromaindustrie das Sulfacid® Verfahren eingeführt.

Es entschwefelt die Prozessabgase, die bei der Herstellung von Pinenen für die Produktion von Duftstoffen aus Pinienholz entstehen, und wandelt diese in Schwefelsäure um. Diese kann wiederum verkauft oder direkt in der Produktion am Standort weiterverwendet werden, um Dihydromyrcenol herzustellen, einen Duftstoff, den wir als einziges Unternehmen aus erneuerbaren Rohstoffen in den USA produzieren. Mehr als 99 % der flüchtigen Schwefelkomponenten werden so entfernt. Die Umwelt profitiert – und Symrise spart auch noch deutlich Kosten ein.

Bananen

In Ecuador produziert Symrise Frucht- und Gemüsepulver, -flocken und -pürees. Wir achten von den Plantagen bis in die Produktion auf Nachhaltigkeit – ob es um die Natur, die Menschen oder die Gemeinden der Region geht. Die Rohstoffe sind rückverfolgbar und die Produkte können nach der Verarbeitung als natürliche Clean-Label-Produkte weltweit in den Handel gehen.

Dabei verwenden wir zum Beispiel Bananen, die nicht die gewünschte Krümmung, Größe oder kleine Flecken haben und sich deswegen nicht für den Markt für frisches Obst eignen – ungefähr 10 % der Ernte, die ansonsten nicht genutzt werden könnten. Außerdem bleiben bei der Herstellung der Symrise Produkte rund 22.000 Tonnen Bananenschalen pro Jahr übrig, die noch viele Ballaststoffe und gesundheitsfördernde Substanzen enthalten und auch verwertet werden können.

Eier

Eier schmecken nicht nur gut und machen satt, sondern enthalten auch viele verschiedene Nährstoffe, die für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Auch für Haustiere bieten sie viele Vorteile: Sie sind eine nachhaltige Quelle für Proteine, unterstützen das Immunsystem und haben antimikrobielle Eigenschaften. Außerdem können sie im Tierfutter für eine bessere Textur und Bindung eingesetzt werden.

An den verschiedenen Standorten des Geschäftsbereichs Pet Nutrition in den USA und den Niederlanden wurden in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Verfahren entwickelt, um den wertvollen Rohstoff noch besser zu nutzen. Im niederländischen Barneveld zum Beispiel werden Nebenprodukte aus dem Eierhandel, der Eierproduktion und aus Brütereien zu hochwertigen Zutaten für Heimtiernahrung verarbeitet und recycelt. Unter dem Namen „Nutrios“, der Ernährungsmarke der Symrise Pet Food Division, werden dazu sämtliche Nebenströme wie Vollei, Eigelb, Eiweiß, Eimembranen und Eischale verwendet.

     

Gemüse

Die Rohstoffe für Parfüms haben im Laufe der Jahrhunderte einen Wandel mitgemacht. Waren es zunächst Stoffe aus der Natur wie Blüten oder andere Bestandteile von Blumen und Bäumen gelangten später immer öfter auch synthetische Materialien in die Parfüms. Nun geht der Trend zurück zur Natur.

Aus einer divisionsübergreifenden Kooperation entstand zum Beispiel das hochinnovative und einzigartige Fine Fragrance Garden Lab, das auf einer Idee aus der unternehmenseigenen Parfümerie-Schule beruht. Grundlage dafür ist die selbst entwickelte Symtrap® Technologie, die flüchtige Wasserphasen aus der Gemüseproduktion in Frankreich prozessiert. So entstanden spannende Lösungen: Aus Artischocken wurde etwa eine neue Geranium-Note entwickelt, die in viele Damen- wie Herren-Parfüms gemischt wird, aus Spargel werden erdige und nussige, aus Lauch moosige und mineralische und aus Blumenkohl animalische Noten prozessiert.

     

Orangen

Anfang der 2000erJahre hat Symrise die Symtrap® Technologie entwickelt, einen Prozess der Grünen Chemie. Sie gewinnt deutlich mehr Aroma aus Früchten als es früher möglich war.

Die patentierte Innovation nutzt die Seitenströme aus der Fruchtverarbeitung. So bleibt bei der Konzentration etwa von Orangensaft eine hocharomatische Flüssigkeit übrig, die so genannte Wasserphase, die früher entsorgt oder als Brauchwasser für die Reinigung der Früchte genutzt wurde. Symtrap® gewinnt daraus Aromamoleküle, die nicht nur besonders geschmackvoll sind, sondern in den Aromakompositionen auch einen großen Beitrag zur Natürlichkeit des Produktes liefern.

Weil die Technologie aus mehreren hundert Kilogramm Ausgangsmaterial ein Kilogramm des hoch konzentrierten Aromas produzieren kann, spielt diese auch aus Gewichtsgründen beim Transport eine große Rolle dabei, die Produkte nachhaltiger zu machen.

Pinien

Terpen-basierte Inhaltsstoffe wie Citronellol, Geraniol, Dihydromyrcenol oder Linalool werden als wichtige Rohstoffe in durchschnittlich 30 % aller Duftmischungen, die Symrise an seine Kunden verkauft, verwendet.

Ein Grundstoff dafür ist das Rohsulfat-Terpentinöl, das als Beiprodukt in der Papierindustrie anfällt. In einem komplexen Prozess gewinnt Symrise im Südosten der USA das Material, das mit einem Verfahren der Grünen Chemie hergestellt wird. Als erstes flüssiges Produkt wurde es mit dem weltweit anerkannten FSC-Zertifikat zum Schutz der Wälder ausgezeichnet, das bisher nur Papier und Holzprodukten verliehen wurde.

Zuckerrohr

Symrise verkauft seit mehr als einem Vierteljahrhundert den kosmetischen Wirkstoff Hydrolite® 5 – Pentylen Glycol. Dieser versorgt die Haut in unzähligen Anwendungen mit Feuchtigkeit, verstärkt die Wirksamkeit von Inhaltsstoffen und verbessert das Aussehen, die Konsistenz und den Schutz des Produkts an sich.

Mit Hydrolite® 5 green hat das Unternehmen nun einen Inhaltsstoff im Portfolio, der dasselbe kann, aber komplett naturbasiert und nachhaltig ist. Als Grundlage wird das Nebenprodukt Bagasse genutzt, das bei der Zucker-Produktion aus Zuckerrohr anfällt und oft direkt in den Zuckerfabriken zur Energieerzeugung verbrannt, in der Papierindustrie verwendet oder nach einer Weiterverarbeitung als Viehfutter genutzt wird.

Menthol

Symrise ist Weltmarktführer bei Mentholen und Derivaten, die in Mundpflegeprodukten wie Zahnpasta und Mundwasser, Süßigkeiten und Kaugummis oder Duschgels und an deren Kosmetikprodukten verwendet werden. Das Menthol wird durch ein Verfahren gewonnen, das das Unternehmen vor fast 50 Jahren selbst entwickelt hat. In dem Prozess wird startend mit dem Rohstoff Thymol in der letzten Veredelungsstufe l-Menthol von d-Menthol getrennt. In dem Verfahren werden an verschiedenen Stellen Zwischenprodukte wie das d-Menthol in den Prozess zurückgeführt. Diese Form der Kreislaufwirtschaft verbessert die Ausbeute und verringert die Menge der Abfallprodukte.

Garnelen

In Ecuador werden weltweit die meisten Garnelen gezüchtet. Die Unternehmen produzieren diese vor allem für den US-Markt. Übrig bleiben die Garnelenköpfe, die nicht für den menschlichen Verzehr genutzt werden. In dem Material stecken aber noch viele wertvolle Inhaltsstoffe, die früher einfach entsorgt wurden.

Mittlerweile kauft Symrise Aqua Feed in Ecuador jährlich rund 20.000 Tonnen dieses Seitenstroms der Garnelenzucht an. In einem Werk in direkter Nachbarschaft zu den Fabriken, die die Garnelen verarbeiten, verarbeitet Symrise diese zu funktionalen Inhaltsstoffen für Fischfutter. Dieses wird vor allem für Lachse in Aquakulturen produziert. Die Symrise Produkte verbessern das Fressverhalten und die allgemeine Gesundheit der Fische. Außerdem müssen durch die Verwertung eines Seitenstroms weniger Wildbestände gefangen werden, die ansonsten in dem Fischfutter verwendet werden müssten.

Hefe

Der Hefepilz Saccharomyces cerevisiae ist eine der wichtigsten Hefen, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird. Er wandelt Zucker aus biologischen Rohstoffen in Alkohol um, zum Beispiel in Brauereien und Brennereien. Zudem wird er von Bäckern verwendet oder auch in der Bioethanol-Produktion, wo Ethanol aus Zucker entsteht, der aus Zuckerrohr, Getreide und Rüben gewonnen wird.

Hefen sind vielseitig und kraftvoll, allerdings erschöpfen sie nach einer Reihe von Gärungsprozessen und liefern keine ausreichenden Erträge mehr. An dieser Stelle kommt SPF ins Spiel – die Marke der Symrise Pet Food Division, die für die Palatibilität von Tierfutter steht, dieses also schmackhafter für die Tiere macht. Das Unternehmen sammelt die erschöpften, getrockneten Hefen ein und verwendet sie in den Rezepturen für die Heimtiernahrung. Der Rohstoff überzeugt dabei nicht nur durch die einzigartigen Geschmackseigenschaften, sondern auch durch seinen Gehalt an Proteinen, Vitaminen und Oligo-Elementen.

Tierische Nebenerzeugnisse

Damit Heimtieren ihr Futter besser schmeckt und sie auch wertvolle Inhaltsstoffe zu sich nehmen, fügen die Hersteller ihren Rezepturen gerne Inhaltsstoffe bei, die diese attraktiver für die Tiere machen. Für diesen Zweck verwendet SPF – die Marke für Palatibilitäts-Verstärker der Symrise Pet Food Division – Nebenerzeugnisse aus der Lebensmittelproduktion. Diese stammen zu 99 % aus nachhaltigen Quellen: aus Nebenströmen der Fleisch oder Fischindustrie.

SPF nutzt als Rohstoffe zum Beispiel Innereien von Hühnern wie Leber, Lunge, Herz, Nieren oder Milz oder auch Fischreste wie Köpfe und Gräten, die andernfalls entsorgt würden, weil sie nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind. Dabei achtet das Unternehmen auf regionale Unterschiede und passt seine Rezepturen den in der jeweiligen Region verfügbaren Rohstoffen an. 82 % der tierischen Nebenprodukte werden im selben Land bezogen, in dem sie auch verarbeitet werden, 62 % werden in einem Umkreis von weniger als 500 km gesammelt.

So soll es weitergehen

Für Symrise gehörte es schon immer zum Geschäftsmodell, Seitenströme und vermeintliche Abfallprodukte aus anderen Industrien zu nutzen und damit auch neue Werte zu schaffen.

Auch heute erschließen wir nachhaltige Rohstoffquellen, entwickeln Prozessinnovationen und Rohstoffalternativen, erweitern das Portfolio durch Akquisitionen und erhöhen den Anteil nachhaltiger und zirkulärer Rohstoffe im Portfolio konsequent, indem wir die Prinzipien der Grünen Chemie systematisch anwenden. Wir haben aber keinen Grund, uns auf dem Erreichten auszuruhen. Die Natur und die Ökosysteme sind nach wie vor auf einem nicht nachhaltigen Niveau belastet.

Wir werden unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen und auch in anderen Bereichen noch nachhaltiger werden. Die Umweltbelastungen und -kosten werden wir an vielen Stellen weiter reduzieren. Nur so entsprechen wir den Wünschen unserer Kunden nach nachhaltigen Produktlösungen und den Anforderungen der Investoren an nachhaltige Investments – und können auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandskraft von Symrise auch in Zeiten globalen Wandels sicherstellen.

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